Die Grafenwöhrer „Stadtmühle“ ist bis weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Am 29. Dezember 2018 schob Hans Speckner das letzte Brot in seinen Backofen. Seinen Stammkunden, die er sich in den vergangenen 35 Jahren erworben hat, fehlt das natürlich und auch Bürgermeister Edgar Knobloch findet es schade, dass es dieses Grafenwöhrer Kulturgut nicht mehr gibt.

„Gott sei Dank war Hans Speckner gleich offen, als ich ihn gefragt habe, ob es eine Möglichkeit gibt, weiterhin Brot in der Stadtmühle zu backen, wenn diese ein Verein betreibt“, erklärte der Bürgermeister denn er hatte sich überlegt, dass es doch möglich sein musste, jemanden zu finden, der gleicher Meinung ist und auch nicht auf das gute „Stadtmühlbrot“ verzichten will. Auch die Schwester von Speckner und Eigentümerin der Mühle, Franziska Ernstberger war sofort einverstanden. „Schließlich wird das Stadtmühlbrot noch nach einem alten Rezept und ohne Chemie hergestellt, das Backen nach alter Tradition ist Kulturgut“, so Knobloch.

Am vergangenen Dienstag traf sich Hans Speckner mit Knobloch und übergab ihm die Listen seiner Stammkunden. Diese erhalten in den nächsten Tagen eine Mitteilung. Wer möchte, kann gerne dem Verein beitreten. Die Gründung ist für Freitag, den 12. April um 18.00 Uhr in der Zoiglstube des Museums geplant.

Gebacken werden soll ab Mitte des Monats, jeweils am Freitag und Samstag von April bis Oktober. Am Freitag wäre das Brot um 14 Uhr und der Brotkuchen um 15 Uhr fertig zum Abholen. Am Samstag könnte das Brot um 10 Uhr und um 14 Uhr sowie der Brotkuchen um 15 Uhr abgeholt werden.

Bereits ab Donnerstag, dem 11. April ab 10 Uhr kann man schon Brot vorbestellen welches dann am Freitag abgeholt werden kann. Telefon: 09641/2428. Es ist ein Anfang aber es gibt schon einige Interessierte, die das Brot mit backen wollen. Es gibt auch noch keine Garantie, dass alle Vorbestellungen auch ausgeführt werden können.

Bürgermeister Edgar Knobloch hätte auch noch die Vision vom Bier brauen im alten Kommunbrauhaus, welches sich in unmittelbarer Nähe zur Stadtmühle befindet. Auch das könnte im Vereinszweck aufgenommen werden.

Bild und Text: Renate Gradl