Ortsfeiertag St. Sebastian am 20. Januar

St. Sebastian am rechten Seitenaltar der Alten Pfarrkirche

In den Jahren 1729/30 forderte eine seuchenartige Krankheit in Grafenwöhr erheblich mehr Todesfälle als in anderen Jahren. In ihrer Not beteten die Bewohner den Pestheiligen Sebastian an und gelobten, in Zukunft seinen Namenstag als Feiertag zu halten, um von weiterer Gefahr verschont zu bleiben.

Bis heute wird der 20. Januar als Gelübdefeiertag begangen, zu dem alljährlich die Kolpingsfamilie einlädt. Nach einem Kirchenzug vom Marienplatz findet in der Alten Pfarrkirche ein feierlicher Gedenkgottesdienst statt. Danach trifft man sich am Marktplatz bei einem warmen Tee und einem besonderen Gebäck, den „Sebastianspfeilen“. Vertreter von Vereinen und Verbänden verbringen einen gemeinsamen Frühschoppen im Hotel „Zur Post“. Stadtverwaltung, Behörden und Banken haben an diesem Tag geschlossen. Auch örtliche Firmen und der Einzelhandel sind aufgerufen, ihre Läden geschlossen zu halten.