Das vom Wasserwirtschaftsamt Weiden i.d.OPf. ermittelte Überschwemmungsgebiet an der Creußen und am Thumbach wurde durch Bekanntmachung im Amtsblatt des Landkreises Neustadt a. d. Waldnaab Nr. 16 vom 17.11.2020 vorläufig gesichert. Das Überschwemmungsgebiet soll nun festgesetzt werden.

 

Das Landratsamt Neustadt a. d. Waldnaab beabsichtigt daher den Erlass der Verordnung zum Überschwemmungsgebiet an der Creußen von Flusskilometer 0,0 bis 7,17 (Gewässer II. Ordnung) und am Thumbach von Flusskilometer 0,0 bis 2,04 (Gewässer II. Ordnung) auf dem Gebiet der Stadt Grafenwöhr. Der Entwurf der Verordnung und die maßgeblichen Pläne und Unterlagen liegen in der Zeit vom

 

27.07.2022 bis 31.08.2022

 

während der allgemeinen Dienststunden

 

Montag bis Donnerstag   7:30 – 12:00 Uhr und 13:00 – 17:00 Uhr

Freitag                                 7:30 – 12:30 Uhr

 

im Amtsgebäude der Stadt Grafenwöhr, Marktplatz 24, 1. Stock (Bauamt), 92655 Grafenwöhr zur Einsichtnahme aus.

 

Aufgrund der aktuellen Situation (Covid-19) bitten wir sie um vorherige Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung (Telefon 0 96 41 / 92 20 -22 oder -23). Um Beachtung der derzeitigen Hygienevorschriften wird außerdem gebeten.

 

Das Kartenwerk ist weiterhin auch im Internet unter http://www.neustadt.de (Startseite à Beratung & Service à Was erledige ich wo à Geschäftsverteilung à Bauwesen und Umweltschutz à Wasserrecht à Überschwemmungsgebiete à entlang der Creußen und am Thumbach) einsehbar.

 

Es besteht die Möglichkeit, gegen das Vorhaben Einwendungen zu erheben. Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist, das ist bis zum 15.09.2022, etwaige Einwendungen gegen das Vorhaben schriftlich vorbringen. Dies ist möglich

  • oder zur Niederschrift bei der Stadt Grafenwöhr.

 

Die Festsetzung des Überschwemmungsgebietes hat zur Folge, dass gemäß § 78 a Abs. 1 WHG in den festgesetzten Bereichen u.a. folgendes untersagt ist:

  • die Errichtung von Mauern, Wällen oder ähnlichen Anlagen, die den Wasserabfluss behindern können,
  • das Aufbringen und Ablagern von wassergefährdenden Stoffen auf dem Boden, es sei denn, die Stoffe dürfen im Rahmen einer ordnungsgemäßen Land- und Forstwirtschaft eingesetzt werden,
  • die Lagerung von wassergefährdenden Stoffen außerhalb von Anlagen,
  • das Ablagern und das nicht nur kurzfristige Lagern von Gegenständen, die den Wasserabfluss behindern können oder die fortgeschwemmt werden können,
  • das Erhöhen oder Vertiefen der Erdoberfläche
  • das Anlegen von Baum- und Strauchpflanzungen, soweit diese den Zielen des vorsorgenden Hochwasserschutzes gemäß § 6Absatz 1 Satz 1 Nummer 6 und § 75 Absatz 2 entgegenstehen,
  • die Umwandlung von Grünland in Ackerland,
  • die Umwandlung von Auwald in eine andere Nutzungsart.