Die Geldwäsche – kein „Kavaliersdelikt“

Die Beamten der Polizeiinspektion in Eschenbach mussten strafrechtliche Ermittlungen gegen eine 25jährige Frau aus dem westlichen Landkreis Neustadt an der Waldnaab führen.

Bereits im Frühjahr wurde die junge Frau von Unbekannten via Internet angeworben, Pakete anzunehmen, deren Inhalt um zu verpacken und diese dann mit Hilfe der mitgelieferten Adressaufkleber, meist ins Ausland, weiterzuschicken. In den Paketen befanden sich meistens elektronische Geräte. Für ihre Dienste erhielt die Frau pro Lieferung einen niedrigen zweistelligen Eurobetrag auf ein Konto überwiesen.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen besteht der Anfangsverdacht des Betrugs und der Geldwäsche. Ob sich die Frau dessen bewusst war, soll nun im Rahmen der Ermittlungen geklärt werden.

Hier einige Tipps der Polizei, um solche Machenschaften frühzeitig zu erkennen:

  • Anzeigen in Zeitungen oder im Internet über die Geschäftspartner gesucht werden, die gegen eine Provision ihre Konto- und Kontaktdaten zur Verfügung stellen.
  • Stellenanzeigen ausländischer Firmen über die z.B. Testkäufer gesucht werden, die am Ende aber als Finanzagenten eingesetzt werden.
  • E-Mails von Kreditinstituten in denen nach Kontodaten und Passwörtern gefragt wird.
  • Mieter, die hohe Kautionen akzeptieren und diese nach der Wohnungskündigung ins Ausland überwiesen haben wollen.
  • Hohe Bargeldsummen bei Kauf und Verkauf.
  • Wenn Käufer bei größeren Bargeldanzahlungen anbieten, den Kaufpreis in Tranchen unter 15.000 € zu begleichen, so dass der Verkäufer den Betrag auf verschiedene Konten einzahlen kann. Ziel dieser Splittungen ist es, die Sicherungssysteme der Kreditinstitute zu umgehen. Diese werden bei größeren Bargeldeinzahlungen ihrer Kunden rasch misstrauisch.

Weitere Infos unter:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und tipps/betrug/finanzagenten/