Telefontrickbetrüger ergaunerten Familienschmuck

Am Nachmittag des 17.05.2021 kam es im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Eschenbach zu mehreren sogenannten Schockanrufen gegenüber Senioren. In einem Zeitraum von vier Stunden mussten die Beamten gleich drei Anzeigen des banden- und gewerbsmäßigen „Callcenterbetruges“ entgegennehmen.

In allen drei Fällen gaben sich die Täter gegenüber ihren Opfern als falsche Polizeibeamte aus und gaukelten diesen vor, dass ein nahe gelegener Angehöriger einen Verkehrsunfall gehabt hätte. Zur Begleichung etwaiger Schäden wurden Bargeldbeträge im fünfstelligen Eurobereich gefordert.

In einem der Fälle übergab eine Seniorin hochwertigen Schmuck an eine unbekannte Abholerin. Das Opfer erhielt einen Anruf von einer weiblichen Person, welche sich als Polizistin ausgab. Während des Telefonates instruierte die Anruferin u.a. das Opfer hochwertigen Schmuck an eine angebliche Polizistin auszuhändigen, welche währenddessen an der Haustür auftauchte.

Hier einige Tipps der Polizei im Zusammenhang mit Callcenterbetrügereien – Falscher Polizeibeamter:

  • Die Polizei wird sie niemals um Geldbeträge bitten oder dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben.
  • Die Polizei ruft niemals unter der Polizeirufnummer 110 an.
  • Geben sie am Telefon nie Auskunft über ihre Wohnverhältnisse oder andere sensible Daten. Legen sie gegebenenfalls einfach auf.
  • Übergeben Sie niemals unbekannten Personen Geld oder Wertsachen.
  • Ziehen Sie gegebenenfalls eine Vertrauensperson hinzu, z.B. Nachbarn oder nahe Verwandte.
  • Sind sie unsicher, oder glauben sie, Opfer eins Betrugsversuches geworden zu sein: Rufen sie die Polizei unter 110 oder wenden Sie sich an Ihre Polizeiinspektion. Wichtig: Suchen Sie die Telefonnummer Ihrer Polizei im örtlichen Telefonbuch selbst heraus. Wählen Sie selbst, benutzen Sie auf keinen Fall die Rückruftaste.
  • Bewahren Sie die Nummer Ihrer örtlichen Polizeidienststelle sowie die Notrufnummer 110 griffbereit am Telefon auf.