Städtische Baumaßnahmen

Generalsanierung des Verwaltungsgebäudes am Marktplatz 24–26

Historische Bausubstanz bewahren, Energieverbrauch deutlich senken und die städtische Verwaltung zukunftsfähig gestalten. Mit der Generalsanierung des Verwaltungsgebäudes am Marktplatz 24–26 setzt die Stadt Grafenwöhr ein wichtiges Vorhaben zur nachhaltigen Entwicklung ihrer Altstadt um.

Der Gebäudekomplex besteht aus drei ursprünglich eigenständigen Häusern, die über einen langen Zeitraum entstanden sind. Die unterschiedlichen Gebäudestrukturen, Geschosshöhen und Zugänge erschwerten bisher die Nutzung und ließen eine durchgängige barrierefreie Erschließung nicht zu. Im Rahmen der Generalsanierung werden die Bestandsgebäude baulich aufgewertet, neu miteinander verbunden und um zeitgemäße Funktionsbereiche ergänzt. Im Ergänzungsbau entsteht zum Beispiel ein lichtdurchflutetes Trauungszimmer mit Blick auf die gegenüberliegende Mariä Himmelfahrtskirche.

Energetische Sanierung des Altbaus

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Energieeffizienz. Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen an Außenwänden und Dach sowie die Modernisierung der Wärmeversorgung und Raumlufttechnik. Ziel ist es, den Energiebedarf dauerhaft zu reduzieren, den Ausstoß von Treibhausgasen erheblich zu verringern und die vorhandene Bausubstanz möglichst ressourcenschonend weiterzunutzen.

Mehr Barrierefreiheit und bessere Verwaltungsabläufe

Neben der energetischen Erneuerung entstehen barrierefrei zugängliche, moderne Verwaltungsräume und aufgewertete Bereiche für den Publikumsverkehr. Geplant sind unter anderem Räume für das Bürgerbüro, das Standesamt, die Finanz- und Bauverwaltung sowie weitere Verwaltungsbereiche. Flexible Arbeitsflächen und die Verbindung der bislang getrennten Gebäudeteile sollen kurze Wege und einen zeitgemäßen Service für Bürgerinnen und Bürger ermöglichen.

Baufortschritt und Förderung

Nach anspruchsvollen Erd- und Gründungsarbeiten sowie archäologischen Untersuchungen konnte im August 2026 das Richtfest gefeiert werden. Die Fenster werden demnächst gesetzt damit der Innenausbau gestartet werden kann, die Fertigstellung ist nach dem derzeitigen Planungsstand im Herbst 2027 vorgesehen.

Die energetische Sanierung des Altbaus wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des EFRE-Programms Bayern 2021–2027 durch die Europäische Union kofinanziert. Der Freistaat Bayern beteiligt sich an der Finanzierung. Weitere Teile des Gesamtvorhabens werden unter anderem im Bund-Länder-Programm „Sozialer Zusammenhalt“ der Städtebauförderung sowie über die Bundesförderung für effiziente Gebäude unterstützt.

Mit dem Projekt verbindet die Stadt Grafenwöhr Klimaschutz und Energieeffizienz mit der Bewahrung historischer Bausubstanz, einer barrierefreien Verwaltung und der Stärkung ihrer Altstadt.